Buffalo Tom, Mega City Four, Element Of Crime, Stone Roses und andere, Paket bei Ebay.
sell out
31 03 2009Kommentare : Kommentar schreiben »
Schlagworte: Buffalo Tom, Element Of Crime, Mega City Four, Stone Roses
Kategorien : Vinyl weg!
Hellgelb und doch grün
10 03 2009„Flimmern“ war und ist die zweite Platte von Klez.e und wurde 2006 nicht zu unrecht abgefeiert. Die Band um Sänger, Songwriter & Produzent Tobias Siebert lässt bereits hier noch größeres vermuten und hat mit „Hellgelb“ sogar einen richtigen Hit im Gepäck. Diese Musik ist intelligent und verständlich, rockig und einschmeichelnd einfühlsam. Zur Zeit sind Klez.e noch auf Tour, heute zum Beispiel im Berliner Lido. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich bewegen. Voll wird es sicher auch. Ich wahrscheinlich auch.

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Schlagworte: Flimmern, Klez.e, Lido
Kategorien : Vinyl ONEHUNDRED
Eingemacht
10 03 2009Jetzt wird es ernst. Jetzt wird es ehrlich. Abgesehen von BUSH, die mir als Band, nicht nur musikalisch immer suspekt waren, und PETE YORN, der sich ziemlich schnell ausgehört hatte, sind das alles Bands bzw. Künstler und Scheiben, die mehr abverlangen, als ein, zwei Sätze. Doch kann ich die schreiben, so dass sie etwas verständlich machen, dass Assoziationen in Richtungen gelenkt werden. Oder geht es jetzt plötzlich um nicht auszulotende Untiefen? Egal, hier die Platten:
12’’ MEGA CITY FOUR “The Singles”
LP BUSH “Razorblade Suitcase”
2LP PETE YORN “musicforthemorningafter”
LP R.E.M. “Document No. 5”
LP THE MISSION “Children”
12’’ THE STONE ROSES “One Love”
LP ELEMENT OF CRIME “Romantik”
LP ELVIS COSTELLO & THE ATTRACTIONS “All This Useless Beauty”
12’’ BUFFALO TOM “Fortune Teller”
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Schlagworte: Buffalo Tom, Bush, Darren 'Wiz' Brown, Elvis Costello, Mega City Four, Pete Yorn, R.E.M., Stone Roses, The Mission
Kategorien : Vinyl weg!
Schwere Kost, leichte Jungs, verwirrend Pt.1
9 03 2009FANTOMAS „Delirivm Cordia“ ist ein dunkles Monster in bedrohlicher Glossy-Innereien-Optik, schwarz-glänzend, wie ein Edel-SM-Club für wahrhaftig Fortgeschrittene. Diese Platte im Haus zu haben, ist kein Spaß. Mike Patton hat sich da was gedacht, was nicht für mich bestimmt ist. Mit Nip/Tuck konnte ich auch nie etwas anfangen. Aber Patton hat sich dabei was gedacht. Er wird sich was dabei gedacht haben.

Mit Sicherheit auch viel gedacht haben sich Thurston Moore & Co. beim SONIC YOUTH Album „Murray Street“ und STALE bei „Musique Liquide“. Von letzteren hat man nie wieder etwas gehört. Schwierige Musik, schwierige Band. Aber tolles Album, vertrackt, verwirrend, verarztend. Verspielt auch MICE PARADE und die LP „Obrigado Saudade“, ganz weit weg, Spähren und Bahnen, kreisend, sich bettend. Auch verspielt LIQUID LAUGHTER LOUNGE QUARTET und die EP „Was The Pleasure Worth It“. Auch öfters verspielt sind MOTORPSYCHO, auf der „starmelt ep“ jedoch gibt es die eher rockige Seite einer Band, bei der man nie wusste woran man eigentlich war. Richtig rocken wollten und konnten dagegen stets QUEENS OF THE STONE AGE und „Rated R“ war/ist/wird bleiben, deren beste Platte – natürlich mit dem „Feel Good Hit Of The Summer“. Große Scheibe, natürlich limited. Ach ja, mit SLO BURN bin ich nie so richtig warm geworden.

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Kategorien : Vinyl weg!
foto-jazz: s/w- Ästhetik galore!
1 03 2009In diesem Band aus dem Jahre 1959 sind sie alle: Milt Jackson, Miles Davis, Kenny Clarke, Sonny Rollins, Duke Ellington, Das Modern Jazz Quartet, Oscar Peterson, Ella Fitzgerald, Chet Baker, Art Blake, Benny Goodman, Dave Brubeck, Lionel Hampton, Dizzy Gillespie und viele andere. Fotografisch festgehaltene Momente der Konzentration, der Anspannung, der Erlösung, der Freude, der Intimität, des Lasters und der Hoffnung. Diese Sammlung stellt nicht nur kontrastierende Musiker wie Sidney Bechet und Dave Brubeck nebeneinander, die Fotos von E.v.d. Elsken demonstrieren die Unnahbarkeit von Zeitgeschichte und Ernst und Spaß von Musik. Die Einleitung von Berendt ist natürlich profund und wird als Zeitzeugen-Beschreibung und Experten-Meinung ewig währen. Ergänzend noch: ein mir quasi von meinem Vater vererbtes Buch. Weitere davon werden in dieser Auflistung mit Sicherheit noch ihren Platz finden. (E.v.d. Elsken/ J.E. Berendt “foto-jazz”, Nymphenburger Verlagshandlung München, 1959)
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Schlagworte: Art Blake, Benny Goodman, Berendt, Chet Baker, Das Modern Jazz Quartet, Dave Brubeck, Dizzy Gillespie, Duke Ellington, Ella Fitzgerald, Elsken, Kenny Clarke, Lionel Hampton, Miles Davis, Milt Jackson, Oscar Peterson, Sonny Rollins
Kategorien : Buch ONEHUNDRED
Deutsch-Deutsch, Deutsch-Englisch: Heimat or not
27 02 2009THE JEREMY DAYS hatten mit “Brand New Toy” mal einen richtigen Hit. Das war 1988 und die Debut-LP dazu hieß schlicht „The Jeremy Days“. Es waren schwierige Zeiten, zwischen der großen weiten Welt, Perstroika und der Pop-Modernen. „Speakeasy“ hieß die 1992-er Platte, da war es dann schon etwas zu seicht. Die Realität wollte das nicht. BOBO IN WHIE WOODEN HOUSES ging es ähnlich, das Album hieß „Passing Stranger“ und erschien 1993. Deutscher Pop hörte sich noch anders an.
KETTCAR ist deutscher Pop, im weitesten Sinne, Indiepop, grown-up und aware, kalkuliertes Understatement. Auf „Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen“ (2005) ist das verglichen zum Vorgänger etwas weniger gelungen, dennoch ist „48 Stunden“ ein Hit und Kettcar, samt GHvC/Tomte/Hamburg/Punk-Background, eine nicht unwichtige Band zum deutschen Pop-Selbstverständnis der letzten Jahre. So auch die GOLDENEN ZITRONEN um Front- und Rampensau Schorsch Kamerun. Vorliegend die politische-Spaß-und-pro-Gewalt-Platte „Kampfstern Mallorca Doktan“ aus dem Jahre 1988. Eigentlich haben die Goldenen Zitronen eine Menge Liebeslieder verfasst. Liebe und Gewalt, das passt seit jeher gut zusammen. Hamburger Nachwehen lieferte GUZ übrigens im Jahre 2000 mit der LP „We Do Wie Du“. Prollig dagegen kommt die 12’’ „Azzurro“ der TOTEN HOSEN daher, aber gesundes Prolltum schadet keinem und nie und kultiviert, wie es zum Beispiel Deichkind praktizieren, bringen sie der Post-Pop-Modernen hin und wieder etwas Abwechslung. Auch prollig damals, auf sehr spezielle Art und Weise, für mich aber nie greifbar: LÜDE & DIE ASTROS, hier die 7’’ „Astro Rock“. Ich glaube eine der Bands und Scheiben, die ich mir nie erschließen wollte. Gründe: keine. Viele gute Gründe und noch viel mehr Situationskomik und Generationengefühl begleiten die bis heute anhaltende Entdeckungs-, Erlebnis- und Rezeptionsphase von TOCOTRONIC. Ehrlicherweise nicht nur eine Frage von Stil, auch von Diskurs. Nur von Diskurs. Nur sollte man den erstmal mit sich selbst führen. Wenn man will. Oder wenn man keine Wahl hat. Oder wenn beides zutrifft. Weil der Diskurs sich nicht in vielen Worten verlieren möchte. Weil man tatkräftig sein möchte. Und nicht alleine. Zumindest das Gefühl davon. Oder eine Ahnung. Deswegen die paar Platten von Tocotronic in der 100er-Liste.

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Kategorien : Vinyl ONEHUNDRED, Vinyl weg!
Hardcore Emosurfin’ still standin’
26 02 2009POTSHOT klingen zumeist wie Mickey Mouse auf Extasy in einer Fat-Wreck-Coverband. „Rock’n’Roll“ heißt das in Comic-Art gehaltene Machwerk, schätzungsweise aus dem Jahre 2000 und erschienen bei Asian Man Records. Das ist Skatepunk. Das ist stilecht. Das ist Japan galore. Klassisch verortet dagegen PENNYWISE und die LP „About Time“, erschienen 1995 beim Branchen- bzw. Genremitbegründer Epitaph Records, Heimat-Label von BAD RELIGION, deren 96er Spätwerk’ „The Grey Race“. Mit „Own Up For What You Say“ hatten MUCKY PUP auf “Lemonade” so etwas wie eine kleine HC-Hymne. Damals ein Live-Dauerbrenner, jetzt auch wieder live unterwegs. Aufgelöst haben sich, so weit ich informiert bin, bereits SAMIAM, nannten wir damals Emocore. Ich glaube andere auch. Whatever. “Billy” (Lim.Ed. green vinyl) rockt. “Building” von SENSEFIELD rockt auch. Auch bein klein wenig Emo. Dagegen machen HOT WATER MUSIC auf “A Flight And A Crash” fast schon bierseligen Punkrock. Über SUNBEAM ROCKET und ihre LP “Move Over To The Next Seat” habe ich nie etwas gehört. In meinen Schrank hat sie sich irgendwie reingeschmuggelt und in Eikgenkonserve gehalten. So ähnlich verhält es sich mit BANGS und “Sweet Revenge”. Schrammel-Punk-Rock in halbmodern. Ein ganz anderes Kaliber hört man auf der 10inch “Shreen” von ALL, die, unbestritten, in Sachen Artwork einen ganz eigen Kopf hatten. Betrachtet man die kleinen Kunstwerke heute noch mal, sieht man wie zeitlos diese Grafiken, Comics, Icons und Images sind. Eine wichtige Band im Gefüge. Und die LP „Allroy Saves“ von 1990 ist es in meinem. Keinen Platz in diesem finden dagegen STANDSTILL und ENGRAVE und die bei Defiance erschienene Split-Single. Kann ich mir nicht erklären. War irgendwie immer weit weg.
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Bewegendes Ziel
26 02 2009„Burning In Water“ und „Fall“ sind zwei Platten von MOVING TARGETS, die zumindest im Ansatz eine ähnliche musikalische Entwicklung zeigen, wie sie den Taang!-Label-Kollegen von den Lemonheads widerfahren ist. Ich habe diese Entwicklung übrigens bei beiden Bands geliebt. Bis heute. Ohne Unterbrechung. Noch mehr bei den Lemonheads, doch dazu mehr demnächst an dieser Stelle.
MOVING TARGETS „Burning in Water“ von 1986 ist wild und melodisch, fängt den wummernden Drang nach vorne immer wieder mit emotionalen Kontern ab und kontrolliert die aggressiven Auswüchse und das technisch Versierte ohne arrogant und fordernd zu werden. Eine Garagenplatte. Industriegebiet. Stadt. Reduktion auf das Wesentliche. Auch der Look, DIY-Buben in Shirt, Jeans und Sneakers.
„Fall“ nimmt sich etwas mehr zurück, wirkt reflektierter, zuweilen wie ein Spaziergang durch den sommerlichen Wald, lässt die Gitarren schweifen und vermag es doch gekonnt aus- und aufzubrechen, einzubrechen, in die Stadt, das Leben, mein Leben. Für mich war „Burning In Water“ im Herbst 1988 eine ganz neue Welt. Bis heute fühle ich mich ihr sehr verbunden, fast so, als wäre ich ein Teil von ihr.

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Schlagworte: Lemonheads, Moving Targets, Taang!
Kategorien : Vinyl ONEHUNDRED
Im allg. Verständnis eher unter düster einzuordnen
8 02 2009„Das Schwarzlicht-Terrarium“ von THOR KUNKEL kann man durchaus als psychedelischen Trip durch die Belanglosigkeit der modernen Welt und den Unzulänglichkeiten menschlichen Handelns bezeichnen. Hatte und hat sicher das Zeug zum Kultbuch. Mit seinem Roman „Endstufe“ verhält es sich ähnlich. Mich interessiert, was an Kunkels Texten überleben wird, ob sie im Ganzen für länger Bestand haben werden und ob sie nur erzählen oder auch etwas sagen. Ich verbinde damit die Hoffnung, dass Kunkel als Autor bzw. Chronist unserer Zeit noch eine Weile erhalten bleibt, denn er ist nüchtern und hight, analytisch, utopistisch, chaotisch und vor allem widersprüchlich. Auch wenn es um Kunkel in den letzten Jahr etwas ruhiger geworden ist: nicht alle müssen beim Berliner Schaulaufen und bei Blickfang-Events auflaufen. Vielleicht schreibt er einfach. Das eindringlichste Buch von Kunkel ist übrigens „Ein Brief an Hanny Porter“, eine Art Psychothriller, angesiedelt in einem Urlaubs- und Rentnerparadies-Kammerspiel-Szenario, erzählt in erschreckender Nüchtern- und Wahrhaftigkeit, ein Buch, das einem unglaublich Angst vor dem Alter und der Willkür menschlichen Handelns macht und den Mensch 2.0 sehr gut beschreibt. Ich habe es jedoch vor ein paar Jahren verschenkt bzw. weitergegeben. Das neueste Buch von Kunkel mit dem Titel „Kuhls Kosmos“ habe ich noch nicht gelesen. Gelesen hab und behalten werde ich dagegen „Diary of a Drug Fiend“ von ALEISTER CROWLEY (Samuel Weisser, Inc, 1970), ein Reisebericht aus dem Europa zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts, der die unglaublichen Tiefen offenbart, zu denen Mensch sich zuweilen hingezogen fühlt. Hier in der Gegend soll er auch gewesen sein. Crowley ist einer von denen, die wahrscheinlich überall waren bzw. noch immer überall sind und sein werden: verlorene Träumer mit Hang zum Größenwahn.

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Schlagworte: Aleister Crowley, Kuhls Kosmos, Mensch 2.0, O.T.O., Thor Kunkel
Kategorien : Buch ONEHUNDRED

